Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schreibt es seit Anfang 2008 vor: Die Verantwortung für den Nachwuchs muss sich auch bei Männern in den Beiträgen der PKV niederschlagen, nicht allein die Frauen dürfen die Kosten für das Kinderkriegen tragen.
Viele Männer werden es Anfang des Jahres gemerkt haben, die Beiträge zur PKV sind einige Prozentpunkte gestiegen. Wer sich als Frau schon gefreut hat, dass die Beiträge nun sinken, da die Lasten für Schwangerschaft und Kinderkriegen auf beide Geschlechter verteilt werden, freute sich zu früh. Eine deutliche Beitragsminderung war bei den meisten Versicherten nicht zu verzeichnen. Im Gegenteil: die Tarife steigen weiter.
Stiftung Warentest hat die Privaten Versicherer einmal auf den Prüfstand gestellt und kam zu diesem überraschenden Ergebnis.
Dabei zahlen Frauen ohnehin schon mehr als die Männer in vergleichbaren Tarifen oder den gleichen Tarifen. Wie die Kosten fürs Kinderkriegen genau umgelegt werden, entscheidet jeder Versicherer selbst. Während manche private Versicherer die Kosten auf alle Versicherten bis 64 Jahre umlegen, erfolgt die Umverteilung bei anderen Versicherern nur auf die Versicherten bis 49 Jahre. Auch andere Faktoren sind bei der Beitragskalkulation mitentscheident: Wie hoch ist der Betrag, den der Versicherungsträger für eine Schwangerschaft veranschlagt - auch hier gibt es Unterschiede von bis zu 90%.
Die monatlichen Belastungen können sich aufgrund vieler Faktoren also je nach Gesellschaft unterscheiden, auch wenn die Leistungen ungefähr gleich sind.
Ein Tipp: Versicherer haben oft mehrere vergleichbare Tarife, deren Beiträge unterschiedlich ausfallen, natürlich teilen sie dies dem Versicherten nicht mit. Also ruhig mal nachfragen und zu gleichen Leistungen in einen günstigeren Tarif wechseln.

0 Kommentare zu “Männer, Schwangerschaft & PKV”