Rezession, Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit. Kein Tag scheint ohne eine neue Hiobsbotschaft zu vergehen. Plötzlich hat das drastisch eingetrübte Konjunkturklima auch den Gesundheitssektor erreicht. Frei nach dem Motto: “Mit Volldampf durch die Krise!” soll der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen auf 14,9 % sinken.
Ende letzten Jahres wurde der einheitliche Beitragssatz der GKV auf 15,5% festgelegt - für die meisten Kassenpatienten bedeutete dies eine deutliche Erhöhung der monatlichen Belastungen. Doch der seit dem 01.01.2009 gültige Beitragssatz könnte sich als kurzes Intermezzo herausstellen.
Wenn es noch dem Willen der Großen Koalition geht, soll bereits zum 01.07. des laufenden Jahres der für alle Kassen verbindlichen Satz auf 14,9% sinken.
Allerdings bleibt noch eine Hürde: Der Gesetzesentwurf muss vorher noch durch die Länderkammer des Bundesrepublik, auch der Bundestag muss dem Entwurf noch zustimmen. Finanziert soll die geplante Senkung durch höhere Zuschüsse des Bundes zu dem Gesundheitsfonds werden. Also letztendlich durch Steuermittel.
Getrieben durch die Weltwirtschaftskrise und schlechter Konjunkturdaten der Bundesregierung, soll die Senkung des Einheitsbeitrages gleichfalls Unternehmen wie Bürgern entlasten. Während die Spitzen der GKV diese Maßnahme als “sinnvoll” begrüßen, ist man beim Dachverband der PKV weniger begeistert und betrachtet diese Maßnahme eher als Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten der gesetzlich Versicherten.

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