Die elektronische Gesundheitskarte kommt

Ab diesem Sommer soll es endlich soweit sein. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) soll schrittweise bis Ende 2010 in Deutschland Einzug halten.  Sie wird die seit 1995 bestehende Krankenversicherungskarte (KVK) ablösen.

Eigentlich war die Einführung schon im Jahr 2006 geplant, doch in einer Testphase, stattfindend in sieben Testregionen, zeigte sich erheblicher Verbesserungsbedarf zur Umsetzung in die Praxis. Bis Ende Juni müssen die Ärzte sich die von den Krankenkassen finanzierten Kartenlesegeräte zulegen. Die Versicherten selbst werden nach und nach von ihren Versicherungen aufgefordert, ein Lichtbild einzusenden.

Wie auch die KVK wird die eGK die Basisdaten wie Name, Kontaktdaten, Versicherung, Zuzahlungsstatus und weiteres beinhalten. Durch einen eingebauten Mikroprozessorchip sind jedoch auch weitere Speicherungsmöglichkeiten gegeben.

Vorteile sieht man insbesondere in der Papiereinsparung, da nun auch Rezepte auf dem elektronischem Wege über die Karte erteilt werden können. Auch sind wichtige Gesundheitsdaten rascher verfügbar, zum Beispiel in Notfällen. Eine erhöhte Diagnose- und Arzneimittelsicherheit könnte gewährt sein durch die elektronische Patientenakte mit mit individuellen Krankheitsgeschichten, Laborbefunden, Operationsberichten und Röntgenbildern.

Trotz starker Kritiken bezüglich der Datensicherheit ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für diese neue Karte. In anderen Ländern wie Österreich, Slowenien, Frankreich, Taiwan und den USA werden Gesundheitskartensysteme wie diese oder ähnlich bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert.

Experten befürchten weitere Verzögerungen in der Einführung wie damals bei den Schwierigkeiten mit der LKW-Maut. Es bleibt also abzuwarten, wie das neue System der elektronischen Gesundheitskarte tatsächlich umgesetzt wird.

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