Gesetzliche Krankenversicherungen fordern Zusatzbeiträge

Etwa schon Mitte des Jahres werden die gesetzlichen Krankenkassen von etwa 4,5 Millionen Mitgliedern in 16 Krankenkassen Zusatzbeiträge fordern.

Welche dies sein werden, steht jedoch noch nicht fest. Die großen Versicherungen wollen ihre Mitglieder in 2009 jedoch noch nicht zur zur Kasse bitten. Es besteht das Bemühen, mit dem zugeteilten Budget auszukommen. Erst Anfang Juni wird jedoch erst endgültig klar sein, wer mit seinem Budget haushalten konnte und wer nicht. Doch auch fast so viele Versicherte werden mit Auszahlungen von Prämien rechnen können. Dies werden aber überwiegend kleinere Krankenkassen sein. Bislang haben allerdings nur drei Krankenkassen eine Auszahlung beschlossen und beim Bundesversicherungsamt beantragt.

Seit Januar diesen Jahres erhalten die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus dem Gesundheitsfonds. Hierbei werden jährlich etwa 168 Milliarden Euro ausgeteilt. Erst wenn die Krankenkassen mit ihrem zugeteilten Budget nicht auskommen, dürfen sie von ihren Versicherten einen ausgleichenden Zusatzbeitrag fordern. Dieser darf höchstens ein Prozent des Bruttoeinkommens betragen. Stimmt der Versicherte diesem geforderten Zusatzbeitrag nicht zu, darf er kündigen und zu einer anderen Krankenkasse wechseln.

Aufgrund der Wirtschaftskrise rechnen die gesetzlichen Krankenkassen mit Beitragsausfällen bis 2010 von insgesamt 7,34 Milliarden Euro. Dem Gesundheitsfonds droht ein Defizit bis 2010 von mehr als 11 Milliarden Euro. Alleine in diesem Jahr wird bereits ein Einbruch um sechs Milliarden Euro erwartet.

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