Der Verband der Privaten Krankenversicherungen hat sich aus dem Projekt ‘Elektronische Gesundheitskarte’ zurückgezogen. Grund hierfür sind die explodierenden Kosten, die eine Investition unsicher machen. Die 3700 Gesundheitskarten, die in Testregionen ausgegeben wurden, wurden gestoppt. Erschwerend kommt hinzu, dass Ärzte, Zahnärzte, Apotheken und Kliniken bisher auch nicht verpflichtet sind, die Karten anzunehmen. Der Aufbau der Infrastruktur sollte bisher 360 Millionen Euro kosten. Doch diese Zahl ist schon längst nicht mehr aktuell. Das ARD-Magazin „Monitor“ und die Nachrichtenagentur AP berichten davon, dass die Gesamtkosten von 1,4 Milliarden Euro für das Projekt inzwischen auf 5 Milliarden Euro gestiegen sind. Die zuständige Gesellschaft „Gematik“ spricht sogar von Kosten von bis 14,1 Milliarden Euro. Finanziert werden soll die Gesundheitskarte aus Versicherungsbeiträgen. Die bereits im Jahre 2003 beschlossenen Elektronische Gesundheitskarte wird somit zu einem Milliardengrab und wird nach diversen Aufschiebungen nun wohl endgültig nicht mehr realisierbar sein. Eine Funktionsfähigkeit der Karte wird von dem Gematik-Sprecher Daniel Poeschkens erst in acht bis zehn Jahren gesehen.
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