Ärzte fordern Änderung des Honorarsystems

Da die Ärzte die bisherige Pauschalvergütung ihrer Leistungen für leistungsfeindlich halten, wagen sie nun einen revolutionären Vorstoß und fordern Erfolgshonorare. Laut des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV) führt die bisherige Pauschalhonorierung dazu, dass die Ärzte die Leistungen für ihre Patienten einschränken, da sie sonst ins Minus wirtschaften würden. Der Vorschlag zur Güte ist ein Bonussystem. Es kann beispielsweise eine Zusatzvergütung in Aussicht gestellt werden, wenn der Arzt durch therapeutische Maßnahmen eine wesentliche Verbesserung eines dauerhaften Gesundheitszustandes erreicht. Dazu müsse dann ein Katalog mit Erkrankungen und den Zielvorgaben erstellt werden. Auch fordert die Ärzteschaft, dass die gesetzlichen Versicherungen dazu verpflichtet werden, gestaffelte Tarife anzubieten. Hierbei soll der Betrag einheitlich bleiben, jedoch die Eigenleistung je nach Tarif variieren. Auch die Arztwahl solle geändert werden. Da jeder deutsche Kassenpatient im weltweiten Vergleich mit 18 Arztbesuche pro Jahr deutlich über dem Durchschnitt liegt, wird eine bessere Steuerung des Gesundheitssystems gefordert. Am 20. Juli wird der Forderungskatalog vom Vorsitzenden der KBV, Andreas Köhler, in Berlin vorgestellt.

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