Erste Krankenkasse fordert Zusatzbeiträge

Seit dem 1. Januar 2009 besteht der Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihr Budget bestreiten und damit haushalten. Kommen sie nicht damit aus, können sie Zusatzbeiträge fordern. Die erste Krankenkasse wird diese Möglichkeit nun in Anspruch nehmen. Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) wird rückwirkend zum 1. Juli einen Zusatzbeitrag von 8 Euro von jedem der 30.000 Mitgliedern fordern. Grund hierfür sind zwei Patienten, die in den Jahren 2005 und 2006 immense Kosten verursacht haben. Diese beiden Patienten haben eine seltene Bluter-Erkrankung, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das einzige Medikament zur Verhinderung der Blutgerinnungsstörung ist sehr teuer und kostete der Krankenkasse 14 Millionen Euro. Der Kassenvorstand der GBK, Helmut Wasserfuhr, erklärt, dass diese exorbitanten Kosten die Krankenkasse fast in den Ruin gestürzt hätten. Ausserdem würden durch die Schweinegrippe-Impfung zusätzliche Kosten von 600.000 Euro entstehen. Um eine Überschuldung zu verhindern, sei man auf die Zusatzbeiträge angewiesen. Bisher ist jedoch unklar, wie lange dieser Zusatzbeitrag erhoben wird. Dies hänge von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.

Doch scheint diese vergleichsweise kleine Krankenkasse ein Sonderfall zu sein. Andere Krankenkassen geben an, keine Zusatzbeiträge zu fordern. Auch nicht angesichts der Mehrkosten durch die Schweinegrippe-Impfung.

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