Kaum äussert die neue Regierung neue Ideen zur Finanzierung des Gesundheitsfonds, stehen die Gesetzlichen Krankenkassen auf den Barrikaden. Birgit Fischer, die Vize-Chefin der Barmer Ersatzkasse sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass das angekündigte neue Verfahren zur Finanzierung des Gesundheitsfonds rund 500 Millionen Euro kosten wird. Gemeint ist der Plan, dass der allgemeine Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung von 14,9 Prozent auf glatte 14 Prozent gesenkt wird und den Krankenkassen zugesprochen wird, Zusatzbeiträge zu erheben. Die Mehrkosten dieses Verfahrens solle man lieber in die medizinische Versorgung von Patienten stecken, so Birgit Fischer.
Sie schlägt deshalb vor, dieses Verfahren zu vereinfachen, indem man den möglichen Zusatzbeitrag, wie auch den Krankenkassenbeitrag, direkt vom Lohn oder Gehalt abzweigt. Ausserdem fordert sie, dass nicht nur der Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag zu tragen hat, sondern, wie beim dem normalen Krankenkassensatz üblich, auch der Arbeitnehmer sich zu gleichen Teilen beteiligen muss. Für den sozialen Frieden sei dies enorm wichtig.

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