Für 2011 hat die neue Regierungskoalition eine neue Gesundheitsreform geplant. Nachfolgend sollen die wichtigsten Veränderungen aufgeführt werden. Bei den Koalitionsverhandlungen war das Thema Gesundheit ein großer Diskussionsfaktor. Insbesondere weil die FDP, als neuer Regierungspartner, den frisch eingeführten Gesundheitsfonds der CDU bereits wieder abschaffen wollte. Man hat sich nun auf einen Kompromiss geeinigt, der aber erst 2011 umgesetzt werden soll.Die größten Änderungen sind bei der Gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten. Der bisherige einkommensabhängige Beitrag soll gesenkt und durch einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag ergänzt werden. Der Arbeitsgeberbeitrag soll auf sieben Prozent eingefroren werden und alles darüber hinausgehende als Kopfpauschale vom Arbeitnehmer gezahlt werden. Auch Kostensteigerungen werden zukünftig von´m Arbeitnehmer alleinig getragen. Diese Kopfpauschale soll bei etwa 140 Euro im Monat liegen. Derzeit steht noch nicht fest, ob weiterhin nicht erwerbstätige Ehepartner sowie Kinder beitragsfrei mitversichert werden oder ob auch für sie eine Pauschale zu entrichten ist.
Auch bei der Privaten Krankenversicherung wird es einige Änderungen geben. Der Wechsel von der Gesetzlichen zur Privaten Krankenversicherung soll wieder erleichtert werden. Es reicht, wenn ein Arbeitnehmer die Versicherungspflichtgrenze ein Jahr lang überschreitet. 2007 wurde die Regelung eingeführt, dass diese Pflichtgrenze über einen Zeitraum von drei Jahren überschritten werden muss.
Die Beibehaltung des Basistarifs wird noch überprüft. Insgesamt sollen die Bürger mehr Gestaltungsfreiheit erhalten, was ihren Krankenversicherungsschutz angeht.

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