Viele gesetzliche Krankenkassen haben die Gelegenheit genutzt und Zusatzbeiträge erhoben. Nun ermittelt das Kartellamt gegen neun dieser Krankenkassen, da verbotene Absprachen vermutet werden. Die Krankenkassen wiesen dieses jedoch zurück. Es ist außerdem strittig, ob in diesem Fall überhaupt das Kartellamt zuständig wäre, denn üblicherweise kontrolliert dieses privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen sagt aus, dass Zusatzbeiträge eine logische Konsequenz seien auf die Finanzierungssituation. Jeder Zusatzbeitrag müsse von der Kassenaufsicht geprüft und genehmigt werden. Auch der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hält die Untersuchung des Kartellamts für unsinnig.
Der Zusatzbeitrag ist alleine von den Arbeitnehmern und Rentnern zu zahlen und beläuft sich zwischen 8 und 37,50 Euro. Grund für den Zusatzbeitrag sind die steigenden Kosten im Gesundheitssystem, die alleine vom Gesundheitsfonds nicht mehr getragen werden können.

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