Vorschlag ohne Kopfpauschale von der CSU vorgelegt

Der Streit um die Finanzierung des Gesundheitssystem geht in eine neue Runde. Nun legt die CSU einen Vorschlag ohne die von der FDP angestrebten Kopfpauschale vor. Dieser wurde vom bayerischen Gesundheitsminister Söder ausgearbeitet. Laut diesem Vorschlag soll es einen Beitrag geben, der in gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen ist. Zusätzlich soll es einen prozentualen Beitrag geben, den der Arbeitnehmer alleine zu zahlen hat. Söder hält dieses Konzept für schlüssig, da es auf gewachsenen Strukturen aufbaut. Jedoch erfüllt das Konzept nicht alle im Koalitionsvertrag vereinbarten Anforderungen des neuen Gesundheitssystem. Denn es fehlt eine Beitragskomponente, die unabhängig vom Einkommen zu zahlen wäre. Doch die CDU lehnt dies strikt ab. Söder ist der Meinung, dass die Gesundheitsreform grundlegend reformiert werden müsse. Der Beitrag, der gleichwertig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen ist, soll der sogenannte Bundesbeitrag sein und soll in den Gesundheitsfonds fließen. Er trägt jedoch nur 90 Prozent der Kosten des Gesundheitssystem. Die restlichen 10 Prozent ist der individuelle Krankenkassenbeitrag, der von dem Versicherten selbst zu zahlen ist. Die Gesetzlichen Krankenkassen sollen diesen Beitrag selbst bestimmen können. Der Beitrag wird mit der Gehaltszahlung abgebucht werden und einkommensabhängig sein. Es soll wieder ein Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen geschaffen und die ungerechte Kopfpauschale vermieden werden. Auch die Verteilung der Gelder aus dem Gesundheitsfonds soll geändert werden. Bisher richtete sich dies nach Alter, Geschlecht und den Erkrankungen der versicherten Mitglieder. Neu soll sein, dass auch regionale Unterschiede gemacht werden. Für Versicherte aus hochpreisigen Regionen soll es einen Zuschlag geben.

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