Wer den Wechsel in die private Krankenversicherung in Erwägung zieht sollte sich nicht von günstigen Einstiegsangeboten der Privatversicherer blenden lassen und schnelle, nicht zu Ende überlegte Entscheidungen treffen, sondern sich individuell und spezifisch beraten lassen. Viele der neu auf den Markt kommende Tarife kalkulieren in erster Linie mit einer günstigen Mitgliederstruktur aus jungen und gesunden Kunden. Kommen jedoch nicht ausreichend Patienten dieses Klientels hinzu, geht die Kalkulation nicht mehr auf und Beitragserhöhungen werden unvermeidbar. Aus diesem Grund sollten in Frage kommende Privatversicherer und der gewünschte Versicherungsschutz vor Vertragsabschluss ausreichend hinsichtlich Leistungs- und Beitragsstabilität abgewägt werden und keine Billigpolice gewählt werden, die nur kurzfristiges Einsparpotential bietet.

Möchte man vom besseren Versicherungsschutz einer privaten Versicherung profitieren, sollte nicht an den falschen Stellen gespart werden, sondern mit Hilfe eines Beraters ein günstiger, aber sicherer Tarif gesucht werden. So entscheiden auch mitunter die persönlichen Lebensumstände darüber, welcher privater Versicherungsschutz sich langfristig rechnet. Am wenigsten abwägen müssen an dieser Stelle alle Beihilfeberechtigte, vor allem Beamte, da diese in der PKV meistens am Besten aufgehoben sind. Während sie in der GKV unabhängig vom Einkommen stets den Höchstbeitrag leisten müssen, übernimmt die Beihilfe für die private Krankenversicherung 50 – 80% der Heilkosten. Auch für Alleinstehende oder kinderlose Doppelverdiener ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung durchaus überlegenswert. Anzumerken ist hierbei, dass, wenn es Familienzuwachs gibt, das Kind automatisch den Versicherungsschutz des Besserverdieners teilt, was im Falle einer privaten Krankenversicherung einen zusätzlichen monatlichen Beitrag von rund 70 – 90 € bedeutet.

Außer im Basistarif der privaten Krankenversicherungen, werden Beiträge nach Versicherungsumfang und nach Risiko kalkuliert. Trotz alledem sollten in jedem Fall im Gesundheitstest alle Angaben richtig gemacht werden, um spätere Schwierigkeiten mit dem Privatversicherer zu vermeiden. Im brancheneinheitlichen Basistarif wirkt sich der Risikocheck nicht negativ auf die Höhe des Beitrags aus, sondern wird nach Eintrittsalter und Geschlecht bemessen – die Leistungen übersteigen jedoch meist nicht die der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein besserer und umfassenderer Versicherungsschutz als in der gesetzlichen kann durch die private Krankenversicherung auch zu langfristig beitragsstabilen Beiträgen gewährleistet werden. Dieses Versicherungspaket zu erhalten und sich damit dauerhaft sicher zu fühlen bedarf einer entsprechend guten Auseinandersetzung mit der Thematik vor Vertragsabschluss.