Nachdem die schwarz-gelbe Koalition den Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) für Besserverdiener deutlich vereinfacht hat, buhlen die Privatversicherer mit Billigpolicen um neue Kunden. Dabei sollten Tarife jedoch ausgiebig verglichen werden  und der Preis in keinem Fall als ausschlaggebendes Kriterium betrachtet werden, denn hinter den  scheinbar attraktiven Billig-Offerten der Privatversicherer verbirgt sich häufig ein deutlich eingeschränkter Leistungskatalog, der z.B. wichtige Vertragsbestandteile wie Kuren, Reha oder Psychotherapie von vornherein ausschließt.

In der Tat muss ein freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherter Kunde derzeit rund 558,75 € im Monat zahlen. Auf der anderen Seite kann sich ein junger, gesunder gutverdienender Mann per Einsteigertarif bereits für 127 Euro privat versichern lassen. Diese Tarife weisen jedoch beträchtliche Lücken im Versicherungsschutz auf.

Gut beraten und genau verglichen sind PKV-Tarife, die einen umfassenden Standardschutz ohne nennenswerte Leistungslücken umfassen – jedoch noch als vergleichsweise günstig einzuordnen sind, um ein vielfaches teurer als die von der PKV viel beworbenen Billig-Policen. So kann sich ein Mann in den Mittdreißigern für rund 400 Euro und eine Frau selben Alters für durchschnittlich 490 Euro gut privat versichern lassen – was immer noch erheblich günstiger ist als der derzeitige Kassenbeitrag von 558,75 Euro für Besserverdiener. Und in diesem Fall bietet die private Versicherung dann auch tatsächlich mehr Leistungen und einen umfassenderen Versicherungsschutz.

Im Dschungel von Tarifen, Versicherern und gesetzlichen Grundlagen ist für jede Art von Wechsel innerhalb der Krankenkassen  eine gute und individuelle Beratung notwendig.