Ein fünftel aller Privatpatienten fühlen sich in ihren Versicherungen nicht mehr ausreichend sicher und gut abgesichert. Das liegt zum Teil daran, dass bei einigen Gesellschaften Beiträge nach einigen Jahren explodieren oder wiederum intensiver an Leistungen gespart wird. Leider herrscht nach wie vor kein tatsächlicher Wettbewerb im Sinne flexibler Anbieterwechsel – zumindest nicht ohne zum Teil deutliche Verluste in Form der nicht übertragbaren Altersrückstellungen oder erneuter aufwändiger Gesundheitsprüfungen und Risikozuschläge. Vor allem für Patienten in höherem Alter macht ein Gesellschaftswechsel gemessen am finanziellen Aufwand kaum mehr Sinn. Abgesehen von erheblichen Zuschlägen auf Grund des Alters und des gestiegenen Risikos auf Erkrankung, die den Beitrag in eine kaum erschwingliche Höhe schnelle lassen, verliert der Patient sämtliche Kapitalrückstellungen, die bis zu diesem Zeitpunkt angespart wurden.

Anders sieht es dahingegen für Kunden aus, die nach dem 01.01.2009 einen Vertrag unterzeichnet haben oder gerade jetzt auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung sind, da in diesem Fall die Möglichkeit besteht bei Anbieterwechsel zumindest einen Teil der angesparten Altersrückstellungen zu retten. Trotzdem dadurch schon ein Weg zu mehr Flexibilität für Patienten auf dem Markt der Privatversicherer gebahnt wird, ist hier noch viel Luft nach oben.

Umso wichtiger ist es, wenn der Wunsch oder die Notwendigkeit besteht, sich privat versichern zu lassen, von Beginn an eine gute, unabhängige Beratung aufzusuchen, die die individuell richtige Gesellschaft hinsichtlich Leistungs- und Beitragsstabilität heraussucht und damit den Grundstein für ein langfristig, zufriedenstellendes Versicherungsverhältnisses legt.